Was bringt es das Unabänderliche anzunehmen?

Akzeptanz ist der zweite der sieben Aspekte von innerer Stärke, die hier in meiner kleinen Reihe zu den 7 Wunder-Zutaten vorstelle.

Akzeptanz ist vor allem dann gefragt, wenn wir etwas nicht kontrollieren können.

 

Es ist, wie es ist – soll das schon alles sein?

„Gib mir die Gelassenheit, die Dinge anzunehmen, die ich nicht ändern kann. Gib mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Dieses sehr bekannte Zitat beschreibt, was im Wesentlichen Akzeptanz ausmacht. Die Voraussetzung dafür ist eben zu erkennen, was ich nicht ändern kann, worauf ich einfach keinen Einfluss habe.

Uns passieren im Leben Dinge, die wir uns nicht ausgesucht haben.

  • Wir machen Erfahrungen, auf die wir gern verzichtet hätten.
  • Unsere Pläne werden durchkreuzt, Situationen oder Gegebenheiten entwickeln sich in unerwünschte Richtungen.
  • Unsere Firma meldet Konkurs an.
  • Ein nahestehender Mensch erkrankt schwer.
  • Wir werden verlassen, obwohl wir an der Beziehung festhalten möchten.
  • Wir scheitern an einer intensiv vorbereiteten Prüfung.

Gegen solche Vorkommnisse kannst du nichts machen, sie geschehen einfach ohne dein Zutun.

 

Je weniger Einfluss du auf etwas hast, desto mehr ist dein Akzeptanzvermögen gefragt.

Das gilt auch für weniger gravierende Vorkommnisse des Alltags:

  • Wir haben den Haustürschlüssel verloren.
  • Jemand schnappt uns den letzten freien Parkplatz weg.
  • Die Kita bleibt wegen Wasserschaden geschlossen.
  • Der Handwerker erscheint nicht zum vereinbarten Termin.
  • Die Pickel lassen sich nicht komplett überschminken.

Wenn es dir in solchen Momenten gelingt zu akzeptieren, dass es jetzt eben so ist, und du es nicht ungeschehen machen kannst, dann wird die Energie, die du für den Widerstand und das Hadern eingesetzt hast, frei für neue Blickwinkel. Und erst dann bekommst du den Auftrieb und Ideen, aus der Situation das Beste zu machen.

 

Akzeptieren heißt nicht zustimmen.

Akzeptanz mit Zustimmung oder Einverständnis zu verwechseln ist ein häufiges Missverständnis.

Etwas akzeptieren bedeutet aber eben nicht, es gutheißen, begrüßen oder befürworten.

Etwas akzeptieren bedeutet nicht, alles zu schlucken oder resigniert über sich ergehen zu lassen.

Etwas akzeptieren bedeutet anerkennen, dass es nun einmal so ist, und dass wir es nicht kontrollieren oder ändern können, zumindest in diesem Augenblick nicht.

 

Akzeptanz braucht Geduld.

Das ist gar nicht so leicht, und es gelingt meistens nicht auf Anhieb. Wir haben natürlich einen Widerstand gegen das, was wir nicht gerufen haben und auf den ersten Blick nicht in unserem Leben haben wollen. Und es ist innere Arbeit, diesen Widerstand zu überwinden.

Dazu brauchen wir Geduld und Nachsicht mit uns selbst. Schließlich entscheiden wir uns dafür, anzunehmen und zu integrieren, was immer das Leben uns bringt. Einfach ist das nicht. Doch es übt sich, und mit der Zeit wird es immer leichter.

 

Wofür sich die Anstrengung lohnt.

Was ist die Alternative?

Wenn du nicht aufhörst, dich zu ärgern, zu hadern und dich aufzulehnen gegen etwas, das du ohnehin nicht ändern kannst, vergeudest du nur kostbare Kraft und Energie.

Wenn du diese Energie dafür verwendest, dich mit dem Unabänderlichen zu arrangieren und zu versöhnen, hast du hingegen eine Menge zu gewinnen, als erstes Erleichterung, denn

  • Du befreist dich von der Last des Widerstandes.
  • Du gewinnst deine innere Ruhe zurück.
  • Du kommst wieder mit dir und der Welt ins Reine.
  • Du gewinnst eine versöhnliche Haltung.
  • Du bekommst deine Energie zurück für deine Lösung.
  • Du nimmst selbst in die Hand, wie es jetzt weitergeht.
  • Du befreist dich vom Einfluss der Außenwelt auf deine Verfassung und Stimmung.

Ist das nicht die Mühe wert?

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