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Akzeptanz oder Resignation?

Monika Gruhl am 05.05.2014

Akzeptanz oder Resignation? Das zu akzeptieren, worauf ich keinen Einfluss habe, gilt als eine Grundhaltung von Resilienz. Sollte man aber nicht lieber die Verhältnisse verändern und verbessern statt sie einfach zu akzeptieren?

Das ist eine häufige und berechtigte Frage in unseren Workshops und Trainings ... 

Akzeptanz oder Resignation? Das zu akzeptieren, worauf ich keinen Einfluss habe, gilt als eine Grundhaltung von Resilienz. Sollte man aber nicht lieber die Verhältnisse verändern und verbessern, statt sie einfach zu akzeptieren?

Das ist eine häufige und berechtigte Frage in unseren Workshops und Trainings, insbesondere da, wo es um Ungerechtigkeit, Benachteiligung oder Missachtung geht. Wenn sie ihre eigene Resilienz entwickeln und ausbauen wollen, stolpern nicht wenige Teilnehmer/innen über den Aspekt der Akzeptanz. Besonders impulsiven Menschen und sogenannten Kämpfernaturen widerstrebt es, unerwünschte Gegebenheiten, Reaktionen oder Entscheidungen widerstandslos zu akzeptieren. Sie wollen sich einsetzen gegen Ungerechtigkeiten, sie wollen kämpfen für Verbesserungen, sie wollen streiten um gute Lösungen.

 
Es ist ein verbreitetes Missverständnis, dass Akzeptanz bedeutet, alles widerspruchlos hinzunehmen, was ich nicht unmittelbar ändern kann. Etwas zu akzeptieren bedeutet keineswegs dem zuzustimmen oder es positiv zu sehen. Es bedeutet sinnloses Ankämpfen einzustellen und mit sich ins reine zu kommen, wenn man an seine Grenzen stößt oder die Grenzen anderer Menschen überschreitet. Dies ist ein Prozess der Versöhnlichkeit, der meist anstrengende innere Arbeit ist. Dinge einfach hinzunehmen oder sich alles gefallen zu lassen ist keine Akzeptanz, sondern Phlegma oder Resignation.
 
Zudem fällt es manchen Persönlichkeiten schwerer als anderen, sich auf diesen Prozess der Akzeptanz einzulassen. Sie haben meistens ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, auch für andere und für die Verhältnisse. Und da geht es dann eher um die Frage der Mittel und Methoden (z.B. Ist diese Form des Widerstandes effektiv?) und darum für sein eigenes Handeln Verantwortung zu übernehmen. Da kommt dann das Thema ins Spiel, zu akzeptieren, dass Menschen unterschiedliche Motive und Werte haben und dass andere verärgert, enttäuscht oder beleidigt reagieren, wenn man ihnen Schwierigkeiten bereitet. Es heißt nicht, dass man das nicht tun dürfte, es kommt auf die Motive an und darauf, mit den Folgen umzugehen. Und sich die klärende Frage zu stellen, ob diejenigen, für die man sich einsetzt, das auch wollen. 

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