Innere Stärke macht fit gegenüber dem Mainstream

Bin ich stark, wenn ich meine eigenen Vorstellungen durchsetze? Oder werde ich als zickig oder bockig heruntergeputzt, wenn ich nicht mitmache? Was macht glücklicher, sich anpassen oder sein eigenes Ding durchziehen?

  • In der Clique von Sandra ist Freitagnachmittag immer Joggen angesagt, um das Wochenende einzuläuten. Gemeinsam laufen oder walken, schauen wer schneller ist, hinterher noch kurz was trinken und dann das Gefühl, man hat das Wochenende toll begonnen. Sandra macht auch mit. Meistens. Viel lieber legt sie sich mit einem Cappuccino und einem Buch in den Liegestuhl – schon der Gedanke daran gibt ihr das Gefühl von Freizeit, Freiheit, Erholung.
  • Hannes ist mit einigen Elternpaaren aus der Kita befreundet. Engagement in der Kita wird vorausgesetzt, die Kinder sollen die bestmöglichen Voraussetzungen für ihre Entwicklung bekommen. Was sie verbindet, sind Vorstellungen von korrektem Verhalten. Vegetarische Ernährung ist zurzeit eine davon, Tendenz: vegan. Die es schaffen ihren Kindern das schmackhaft zu machen, sind die noch besseren Eltern. Hannes isst gerne Schnitzel, Bratwurst, Schinkenbrötchen. Inzwischen nur noch heimlich.
  • Lisa ist viel und gern mit ihren drei Freundinnen zusammen. Sie mag es eigentlich bequem. In Jeans und Turnschuhen fühlt sie sich am wohlsten und es ist ihr völlig egal, von welchem Designer die stammen. Die Mädels sind immer wie aus dem Ei gepellt, Schminken und Frisieren selbstverständlich, sogar beim Sport. Lisa zwängt sich also in gute Klamotten, ärgert sich schon vorm Spiegel darüber, dass sie sich in einer Stunde wieder abschminken muss. Trotzdem erreicht sie nie den Chic ihrer Freundinnen.

Alle drei passen sich den Vorstellungen ihrer Gruppe an, obwohl es nicht die ihren sind. Das kennen wir alle!

 

Vergleiche hinken – und machen uns schwach

Wir wollen dazugehören und glauben oft, dass uns das am besten gelingt, wenn wir so sind wie alle anderen. Tatsächlich ist diese Anpassungsfähigkeit ganz wichtig im Leben. Nicht nur, weil wir so viel besser miteinander zurechtkommen, wir kommen auch mit Veränderungen gut klar. Uns an Vorbildern zu orientieren gibt uns Sicherheit und bringt uns weiter. Uns mit anderen zu vergleichen kann uns sogar anspornen.

Sich immer abgrenzen und bis ins Kleinste die individuelle Nummer zu geben, ist auch anstrengend und macht es anderen schwer mit uns. Übertreiben wir es aber mit Anpassen und Vergleichen, dann machen wir uns schwach.

 

Wenn wir gegen unsere Wünsche leben

Das Stichwort ist „verbiegen“. Sicher kommen dir gleich auch einige Situationen in den Sinn, wo du dich anpasst, vielleicht sogar das Gefühl hast, deine Wünsche zu übergehen und gegen dich selbst zu leben. Oder du kennst jemanden, der das tut.

Dieses Gegen-sich-selbst-leben ist enorm anstrengend. Wir verlieren an Ausstrahlung, wenn wir uns verleugnen und, noch schlimmer: Wir säen Selbstzweifel, sind vielleicht sogar zornig auf uns selbst, weil wir nicht einfach machen, was wir möchten.

Ständig Gleichheit herzustellen und keine Unterschiede auszuhalten, hat also einen hohen Preis. Es geht ja gar nicht um richtig oder falsch, es geht einfach darum, dass man manchmal der Laubbaum im Nadelwald ist. Dass der Laubbaum auf die Idee kommt, er wäre nicht in Ordnung, liegt daran, dass er zufällig im Nadelwald steht. Wenn er gedeihen will, kann er sich aber deswegen keine Nadeln wachsen lassen. Das schafft er einfach nicht.

 

Woran erkennst du, was für dich dran ist?

Du weißt es im Grunde schon: Dein eigenes Gefühl sagt es dir.

„Ein alter Volksmund sagt, dass Vergleiche immer hinken.
Ich füg’ ergänzend da hinzu, dass sie mir stinken.“, singt Joana.

Wann immer es dir richtig stinkt, dich anzupassen, dann ist gegensteuern angesagt.

Was es dazu braucht? Ein bisschen Mut, dich dazu zu bekennen. Du bist oder denkst in diesem Punkt einfach anders als deine Familie, Freunde oder Kollegen. Vertraue darauf, dass ihr euch trotzdem verbunden bleibt, auch wenn ihr euch in einigen Punkten unterscheidet.

Und manches Mal wirst du ein Aufatmen hören. Denn oft passen sich andere insgeheim auch an, weil sie denken „alle wollen das so, dann beuge ich mich halt der Mehrheit“. Wie schön ist es, wenn du auch noch für andere ein Vorbild wirst, zu sich zu stehen.

Von diesem Stehvermögen, sich selbst treu zu bleiben, kann man nie genug haben! Und ganz nebenbei bist du so, wie du sein möchtest. Das entspannt und macht glücklicher.

 

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